Simon Pearce Geschwister

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Simon Pearce Geschwister | Er verbrachte seine Kindheit in Puchheim, zog aber nach dem Abitur mit seiner Familie und allen anderen Verwandten in die Stadt. Er lebt seit zwölf Jahren in Haidhausen.

Im charmanten French Quarter haben seine Mutter und seine beiden Brüder Häuser, die alle in einem Umkreis von dreihundert Metern voneinander entfernt sind. „Ich brauche kein Geld, um hierher zu kommen. Ich kenne sowohl meinen Lebensmittelhändler als auch meinen Metzger. Wir haben eine gute Zeit zusammen, und sie lassen mich mit ihnen korrespondieren.

Wenn er seinen tiefsten bayerischen Akzent auspackt, überrascht er gerne Menschen, vor allem diejenigen, die ihn nicht so gut kennen wie seinen Lieblingsmetzger. Nicht nur die Prissn haben manchmal diesen erstaunten Gesichtsausdruck.

Trotzdem ist es auch München, und egal ob Preuße oder Bayer, das muss man verstehen. Und genau an diesem Punkt übernimmt Simon die Rolle des Toleranzbeauftragten.

Er spricht nicht nur auf der Bühne über seine Erfahrungen als schwarzer Bayer, sondern ist auch eines der Gesichter der neuen Sommerkampagne für das Münchner Traditionsbier „Hacker-Pschorr“. Es ist nur passend, dass er beides tun würde. Der Leitsatz lautet „Nichts für Preißn“.

Wirkt nicht sehr tolerant. Ist es aber, denn eines der Highlights der Kampagne sind die einzigartigen Führungen, die es sowohl Neuankömmlingen als auch alteingesessenen Münchnern ermöglichen, den Münchner Raum aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Dies macht es zu einem sehr ansprechenden Aspekt der Kampagne. Und ich garantiere, dass jede einzelne Person etwas Neues aufnehmen wird.

Nach der ersten, äußerst unterhaltsamen Ausgabe der Aktion, die mit Gstanzl-Sängerin Liesl Weapon im Glockenbach stattfand, geht die Aktion nun in die zweite Runde. Und hier kommt Simon Pearce ins Spiel, denn er ist derjenige, der zum Rundgang durch Haidhausen einlädt.

Bei Simons Rundgang durch seinen Kiez haben wir sicher nicht nur etwas zu lachen, sondern entdecken auch Orte, die wir vorher nicht kannten. Von Ihrem Lieblingsmetzger über das Boazn bis hin zu geschichtsträchtigen Orten, wir werden bestimmt nicht nur neue Orte entdecken, sondern auch etwas zu lachen haben.

Immer dabei: erfrischende Hacker-Pschorr-Radler, damit niemand unter den Folgen des Durstes leiden muss. Beginnen wir am 15. Juli um fünfzehn Uhr. Obwohl es nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen für die Reise gibt, können Sie trotzdem einen über uns gewinnen!

Da Simon ein Naturtalent ist, freuen wir uns sehr darauf. Die Schauspielerei lag seiner Mutter im Wesentlichen im Blut, denn Christiane Blumhoff, eine bayerische Volksschauspielerin, ist seine Mutter. Als seine älteren Geschwister wenig Interesse an der Schauspielerei zeigten, hatte er keine andere Wahl, als alleine eine Karriere in der Branche zu verfolgen.

Nach dem Tod seines Vaters kam er zu dem Schluss, dass er der Tätigkeit nachgehen sollte, die ihm am meisten Freude bereitete, obwohl er zuvor mit “etwas G’scheidem” (einem Lehramtsstudium) experimentiert hatte. Infolgedessen machte er sein Diplom an der Schauspielschule und trat dann mehr oder weniger zufällig auch auf Kabarettbühnen auf.

Das heißt: als Bayer unter anderen Bayern, aber auch als offensichtlicher Einwanderer, der mit Argwohn, Vorurteilen und manchmal sogar Anfeindungen betrachtet wird.

Als der gut gelaunte Schauspieler die Bühne des Ludwig-Thoma-Saals betritt und sofort feststellt, dass außer zwei „Brüdern und Schwestern“ nur Weiße in der Menge sind, keine Promis, aber auch keine AfDler, die Letzteres ist schwer zu glauben.

In seiner neuen Sendung „Pea(r)ce on Earth“ macht er sich angreifbar, indem er persönliche Bekenntnisse über die Eigenschaften seiner Haare (er sagt: „Die Koteletten und die Neigung zur Glatze habe ich von meinem Vater geerbt“), seinen Mund teilt (er sagt: „Ich habe das von meiner Mutter geerbt und bin oft in Schwierigkeiten geraten“), seine Geschwister („eine afrikanische Königin und ein leicht verbrannter Athlet“), seine Hautprobleme und seine „Hobbitfüße“.

Vertraut man seiner Erfahrung mit überdurchschnittlichen Polizei- oder Schaffnerkontrollen, die er bis zum Absturz auf der Bühne urkomisch nachstellt, dann ist er definitiv auch schuld. Als Zuschauer muss man schmunzeln, auch wenn das, was sich im Hintergrund abspielt, nicht wirklich lustig ist.

Vorurteile, die es noch mehr zu bestätigen gilt als vor dem Einzug der Migranten, gegen die Simon Pearce in seinem Leben täglich ankämpfen muss.

So interpretiert Pearce zumindest die Kommentare, die in Online-Zeitungen zu finden sind, die extrem hoch sind für Verbrechen, die von People of Color, Flüchtlingen oder Asylbewerbern begangen werden, während die Kommentare, die für ähnliche Missbräuche von Menschen zu finden sind, so sind Weiße kann man an einer Hand abzählen. Pearce ist von der opdass diese vorgefassten Meinungen, zusätzlich zu Zorn und Angst, Hindernisse für die Verwirklichung des globalen Friedens sind.

Das zeigt auch der Drohbrief, der kurz vor dem Auftritt des Komikers im Ludwig-Thoma-Saal im November 2015 an die Tegernseer Tourist-Info verschickt wurde und auf den sich Pearce nun beruft. Der Brief wurde kurz vor der Aufführung verschickt.

Der Absender des Faxes, der zunächst anonym bleiben wollte, drohte darin, dass man das Konzert “zum Vergnügen der breiten Öffentlichkeit” mit “etwas Tränengas, Pfefferspray und zahlreichen hochansteckenden Krankheiten” besuchen werde.

Pearce wurde gleichzeitig mit einer Flut von Beleidigungen und einer direkten Drohung konfrontiert: “Für ihn gibt es am Ende eine Prügelstrafe umsonst”, heißt es in dem Brief, der von der “Nigger-nein-danke-Miesbach-Vereinigung” unterzeichnet wurde. Danach fand der Auftritt des Schauspielers auf jeden Fall statt.

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