Gerhart baum wohnort

Gerhart baum wohnort |Baums Vorfahren väterlicherseits stammen aus Plauen im Vogtland, wo ihr Urgroßvater Hufschmied war und ein Fuhrunternehmen besaß. Baum selbst stammt aus einer gebildeten Familie, die dem Mittelstand angehört. Sowohl sein Großvater als auch sein Vater waren vor ihm Anwälte.

Der Opa war Geheimrat am Dresdner Hof. Gleich am ersten Tag des Ersten Weltkriegs fiel er im Kampf. Baums Mutter war Russin und wurde in Moskau geboren; ihre Mutter war Polin und wurde in Lodz geboren;Im Revolutionsjahr 1917 floh Baums Familie aus Moskau, nachdem ihr in Charkow geborener Vater in Moskau ein erfolgreiches Textilgeschäft aufgebaut hatte.

Baums Mutter war Autorin. Als Baum 10 Jahre alt war, musste er dem Jungvolk beitreten, obwohl seine Mutter gehofft hatte, ihn von der Gruppe fernzuhalten. Baum musste im Volkssturm dienen, als er erst zwölf Jahre alt war. Nach der Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde daraus nichts:

Seine Mutter floh mit ihren drei Kindern – dem zwölfjährigen Gerhart und seinen sechsjährigen Zwillingsgeschwistern – zunächst zum Tegernsee, wo er das Tegernseer Gymnasium besuchte und dort besuchte. Während seiner Zeit dort diente sein Ausbilder Adolf Grote als wichtiger politischer Mentor.Im Jahr 1950 siedelten sie in das Kölner Umland um. Der Vater starb, während er von den Sowjets gefangen gehalten wurde.

Nach dem Abitur 1954 und dem Abitur studierte Baum Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. 1957 schloss er sein Studium mit dem Diplom ab und legte das erste Staatsexamen ab. 1961 legte er nach Abschluss des Referendariats erfolgreich das zweite Staatsexamen ab.

Von 1962 bis 1972 gehörte er dem Vorstand der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) an. Seit 1994 praktiziert er wieder hauptberuflich als Rechtsanwalt. Baum trat 2007 in die Anwaltskanzlei Baum, Reiter & Collegen ein und ist dort seitdem als Senior Partner tätig. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bereitstellung von Sicherheit für Investoren, Verbraucher und ihre persönlichen Daten.

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Renate Liesmann-Baum ist Baums zweite Frau; sie war zuvor schon einmal verheiratet und ist Mutter von drei Kindern; derzeit teilt sie ihre Zeit zwischen Köln und Berlin auf. Er schreibt politische Artikel, die in Zeitschriften veröffentlicht werden, und gibt auch politische Publikationen heraus.

Gerhart Baum war an mehreren Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht beteiligt. 2004 gelang es ihm unter Mitwirkung von Burkhard Hirsch und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, wesentliche Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großraumabhörung) als Menschenwürdeverletzung und damit als verfassungswidrig einstufen zu lassen. Dies gelang unter seiner Führung.

Das Luftsicherheitsgesetz wurde von ihm mit einem anderen verfassungsrechtlichen Argument erfolgreich angefochten, wiederum mit Burkhard Hirsch als Anklageführer. Am 15. Februar 2006 entschied der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts, dass es im zentralen Punkt des Todes unbeteiligter Passagiere rechtswidrig und nichtig sei. Diese Entscheidung konzentrierte sich auf den zentralen Punkt der Tötung unbeteiligter Passagiere.

Gerhart Baum hat kürzlich erfolgreich ein Gesetz in Nordrhein-Westfalen angefochten, das verdeckte Websuchen auf privaten Computern erlaubt. Er kam zu dem Schluss, dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Februar 2008, die solche Eingriffe nur unter sehr strengen Auflagen ermöglichte. Gleichzeitig begründete das Gericht ein völlig neues Grundrecht zum Schutz von Computern. Gerhart Baum wird aktuell als einer der Beschwerdeführer zum Vorratsdatenspeicherungsgesetz geführt.

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Gerhart Baum zeigt ebenfalls ein starkes Interesse an kulturellen Belangen. Er setzt sich dafür ein, dass der kulturelle Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erfüllt wird, und unterstützt neue Musik. In Stuttgart hat „Musik der Jahrhunderte“ ihn zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. Neben seiner Funktion als Vorsitzender des Kulturrates Nordrhein-Westfalen ist er Mitglied in mehreren Kulturausschüssen.

Das im September 2009 erschienene Buch „Abkassiert: Die skandalösen Methoden der Finanzindustrie“ der Kanzleipartner Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner stieß auf großen Zuspruch und hohe Kritiken. Die Autoren der 250 Seiten starken Studie verdeutlichen nicht nur, wie ehrliche Menschen regelmäßig von Finanzinstituten wie Banken und Versicherungen sowie Multichannel-Vertriebsunternehmen abgewiesen werden. Baum, Reiter und Methner halten sich nicht mit Kritik an Politikern, Finanzaufsichtsbehörden und Gerichten zurück und geben vielfältige Empfehlungen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes.

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